Vorausplanender Wasserbau wäre hilfreich

Quelle: Augsburger Allgemeine, Leserbriefe, 14.7.2018

Ohne dem Wasserwirtschaftsamt Donauwörth Nachhilfe geben zu wollen, will ich doch den Unterschied zwischen Überschwemmung und Hochwasser thematisieren. Ein Hochwasser bezeichnet ein Übermaß an Wassermassen durch Naturereignisse, sei es eine Sturmflut oder ein Anschwellen von Flüssen und Bächen durch Starkregen und lang andauernden Niederschlag. Dies lässt sich kaum verhindern: eine verantwortungsvolle Politik muss präventiv darauf hinwirken, dass wir vor den Folgen eines Hochwassers, nämlich vor Überschwemmung, geschützt werden. Am Herrenbach, einem kurzen, regulierbaren Kanalabschnitt, kann man nicht von einer Hochwassergefahr sprechen, außer man provoziert eine überhöhte Wasserzufuhr. Die Gefahr eines Dammbruchs und einer Folgeüberschwemmung umliegender Gebiete ergibt sich nicht aus Starkregen oder lang andauerndem Niederschlag, sondern aus einem Defizit politischen Handelns.

Nicht das Abholzen von Bäumen ist hier hilfreich, sondern ein entsprechender vorausschauender Wasserbau und Installation regulierender Schleusen. Versäumnisse der Stadt sind nicht durch zu kurzfristig gedachte Eingriffe in die Natur, sondern nur durch aktuellen und vorausplanenden Wasserbau zu kompensieren und zu regeln. Wolfgang Magg, Ausgburg

Herrenbach: Rechtswidrige Baumfällungen?

Quelle: a.tv, 13.7.2018

Die Baumfällungen am Herrenbach in Augsburg haben heftige Proteste ausgelöst – jetzt geht der Streit in die nächste Runde. Ein Rechtsanwalt wurde beauftragt, der zu folgendem Schluss gekommen ist: Die Fällungen am Herrenbach seien rechtswidrig abgelaufen! Video bei a.tv ansehen (02:40 Min.)

Erhebliche Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Fällungen am Herrenbach

Quelle: Schriftsatz der Kanzlei Labbé & Partner an OB Dr. Gribl, 12.7.2018

„Nach Durchsicht und Prüfung der Unter­lagen sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass erhebliche Zweifel an der Rechtmäßigkeit der erfolgten und geplanten Fällungen von 36 bzw. 96 Bäu­men entlang des Herrenbaches bestehen.“ Hier weiterlesen

Anschreiben an die Regierung von Schwaben

siehe auch Augsburger Allgemeine

Nicht rechtzeitig und umfassend informiert

Quelle: Augsburger Allgemeine, Leserbriefe, 5.7.2018

Zum Artikel „Gutachten zum Herrenbach kommt bis Herbst“ vom 29. Juni:

Der Artikel ist bemüht, alle Seiten und Meinungen zu berücksichtigen. Leider reduziert sich dann der Kommentar daneben auf das schon oft gehörte Märchen, die Bäume am Herrenbach hätten sich selbst ausgesät (zum Beispiel Pyramidenpappeln in einer Reihe) und auf die Redensart, dass es sich räche, Probleme auszusitzen. Ein Problem war ja, dass man den Kanal und das davorliegende Schleusensystem nicht rechtzeitig ertüchtigt hat, wodurch man die Bäume noch hätte erhalten können.

Die Stadt hat es insbesondere schleifen lassen, und das seit Jahren, die Bürger über bevorstehende Fällungen, seien sie nun so notwendig oder auch nicht, rechtzeitig und umfassend zu informieren. OB Gribl gibt immer sein Grußwort der von der Agenda 21 herausgegebenen Publikation, wo Bürgerbeteiligung und Nachhaltigkeit an erster Stelle stehen; er sollte das auch mal lesen. Wolfgang Magg, Augsburg

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