Der Bluatschink kommt!

Benefizkonzert für die Baum-Allianz Augsburg

Am 01.05.2019, 20.00 Uhr in der Galerie Krüggling, Singerstr. 7, 86150 Augsburg

Konzert zur Ausstellung „Monster“ die noch bis zum 12. Juni 2019 in der Galerie Druckspätzle, Barfüßerstr. 8. 86153 Augsburg stattfindet

Eigentlich hatten die Druckspätzle nur eine Ausstellung ihrer Kunstwerke im Sinn. Aber dann kam alles anders. Selber schuld, das Thema lautet schließlich „Monster“. Eines hat gar nichts dagegen, seinen Weg vom Lechtal aus nach Augsburg anzutreten – der Bluatschink. Der Bluatschink ist das Grauen in Person. Der Überlieferung nach ein Zottelbär mit blutigen Beinen wohnt er im wilden Lech und frisst die kleinen Kinder. Niemand, der einem jemals sympathisch sein könnte, oder?

In den 1990er Jahren wurde der Bluatschink im Tiroler Lechtal zum „Umweltanwalt“. Toni Knittel und seine Frau Margit nahmen ihren Mut zusammen, die Gitarren die Hand und sangen gegen die Kraftwerke an, die auch noch das Ursprungsgebiet des Lechs zum „Kanal“ veröden sollten. „Da muss der Bluatschink her!“ Das Lied vom Bluatschink gefiel ausgerechnet den Kindern sehr gut. Eine Auswahl der variantenreichen und liebevollen Zeichnungen seiner Grusligkeit ist in der Galerie Druckspätzle zu sehen. Sie beweisen, wie mächtig ein Monster werden kann, wenn es um seinen Fluss geht. Die Knittels sind der Meinung, dass der Bluatschink auch angetreten ist, um den Lech vor den Menschen zu schützen. Heute ist das Lechtal ein Naturschutzgebiet. Den Bluatschink kannte vorher schon jedes Kind – jetzt ist er immens beliebt.

War der Bluatschink schon qua Existenz ein Favorit der Druckpätzle – welcher Fluss sonst hat sowohl seine Gottheit als auch sein eigenes Monster? – nun sind wir restlos begeistert. Auch die Organisatorin der Ausstellung, Yvonne Schlosser, stellt sich zusammen mit der Baumallianz gegen Umweltfrevel am Lech. Ein gemeinsames Konzert ist „eine runde Sache“, wie der Bluatschink findet. „Bluatschink“ singen nach eigener Angabe „Heiter-Kritisch-Schnulziges im Lechtaler Dialekt“. Für Augsburger Ohren dürfte der nicht zu ungewohnt sein. Aber Obacht – im Bluatschink steckt immer noch ein kleiner Dämon!

Eintritt frei – großzügige Spenden, die auch der Baum-Allianz zugute kommen, erbeten.

Veranstalter: Yvonne Schlosser, Friedberger Str. 71, 86161 Augsburg, E-Mail: y.schlosser@gmx.de

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Es braucht ein Verbot und Bußgelder

Quelle: Augsburger Allgemeine, Leserbriefe, 27.3.2019

Zum Artikel: „Wie der Wahlkampf zur Gefahr für Bäume wird“ vom 25. März:

Auf die Vernunft der Parteien zu setzen, ist ein naiver Fehler, wie man nun sieht. Es muss daher ein Verbot des Anbringens von Werbung jeglicher Art an Bäumen geben in Verbindung mit einem entsprechend hohen Bußgeld.

Es gibt immerhin genügend Alternativen. Das Ergebnis der namentlichen Abstimmung im Stadtrat sollte man dann in der Zeitung veröffentlichen, damit jeder Bürger sehen kann, welche Politiker und Parteien sich um den Erhalt unserer lebenswichtigen Bäume bemühen und welchen diese aus egoistischen Gründen egal sind. Robert Federle, Augsburg

Wie viel Werbung wollen die Bürger?

Warum wollen Parteien auf Außenwerbung, wie beispielsweise an Bäumen angebracht, nicht vollständig verzichten? Der Verdacht liegt nahe, dass die Volksvertreter sich immer wieder schnell noch ins beste Licht rücken wollen, um von denkbaren Versäumnissen und Defiziten in der vergangenen Legislaturperiode abzulenken.

Wer sich gut erkennbar für die Belange der Stadtbevölkerung – vor allem im Sinne des Gemeinwohls ökologisch und sozial – kontinuierlich einsetzt, hat diese Art der Werbung wohl kaum nötig. Der Bürger spürt das doch! In diesem Zusammenhang sollte auch eine Diskussion in der Stadtbevölkerung angestoßen werden, ob sie großflächige Wahlkampf- wie auch kommerzielle Außenwerbung weiter dulden will. In jedem Fall geht es letztlich darum, nicht weiter unnötig Ressourcen zu verschwenden und die Menschen nicht länger zu blenden oder gar zu täuschen. Hermann Wiedmann, Augsburg

Wie der Wahlkampf zur Gefahr für Bäume wird

Quelle: Augsburger Allgemeine, Jörg Heinzle, 25.3.2019

Gut fünf Monate nach der Landtagswahl finden sich an vielen Bäumen noch immer Kabelbinder, mit denen Plakate befestigt wurden. Das kann den Pflanzen die Versorgung „abschnüren“. Auch die Grünen sind nicht außen vor

Der Wahltag liegt nun schon fünf Monate zurück. Am 14. Oktober 2018 haben die Menschen in Bayern einen neuen Landtag gewählt. Auch die Wahlplakate der Parteien sind längst wieder verschwunden. Doch wer genau hinschaut, der kann noch Überbleibsel sehen. An vielen Bäumen in der Stadt hängen zwar keine Plakate mehr. Die Kabelbinder aber, mit denen die Plakate befestigt worden sind, umschließen noch viele Baumstämme. Das Problem dabei ist: Werden diese Ringe aus Kunststoff nicht entfernt, können sie die Bäume schädigen. Weiterlesen in der Augsburger Allgemeine

Baumfällungen waren rechtens

Quelle: Augsburger Allgemeine, 15.3.2019

Die Stadt Augsburg hat sich laut einer Pressemitteilung wegen der Baumfällungen am Herrenbach im Jahr 2018 rechtlich „nichts vorzuwerfen“. Als Beleg zitiert die Stadt aus einem Schreiben der Regierung von Schwaben an ein Mitglied der Baumallianz, das sich bei der Behörde über die Stadt beschwert hatte. Darin steht: „Das anwaltliche Vorbringen lässt keine Rechtsverstöße der Stadt Augsburg erkennen“, schreibt die Stadt. Grundlage der Beschwerde war ein Schreiben einer Münchner Anwaltskanzlei, die von der Ausschussgemeinschaft Freie Wähler/Die Linke/ÖDB/Polit-WG im Augsburger Stadtrat mit dem Thema befasst wurde. Darin wird unter anderem bemängelt, dass für die naturschutzrechtliche Ausnahmegenehmigung der zu fällenden Bäume ein Stadtratsbeschluss erforderlich gewesen wäre. In ihrer Erwiderung weist die Regierung von Schwaben nach Angaben der Stadt darauf hin, dass aus ihrer Sicht kein Beschluss nötig war. Die Stadt hatte Bäume fällen lassen, weil sie fürchtete, dass umstürzende Bäume zu Überschwemmungen führen könnten. Nach Protesten wurde die Zahl der zu fällenden Bäume verringert. (AZ)