Neue Bäume braucht das Land

Quelle: Spiegel, 16.10.2020

Es wird wärmer und trockener in Deutschland. Nun suchen Experten nach nicht heimischen Baumarten, die mit den neuen Bedingungen besser zurechtkommen.

Die Exkursion in Würzburg beginnt an einer Linde, die bald sterben wird. Trocken und kahl sieht sie aus, mit braunrandigen Blättern, die zerbröseln, wenn sie abgezupft werden. Der Baum wurde vom Straßenverkehr gepeinigt, von Streusalz vergiftet, von der Sonne verbrannt. Susanne Böll, 63, gibt ihm „noch drei, vier Jahre“. Weiterlesen auf Spiegel.de

Aktivisten des Klimacamps besetzen Baum in der Fuggerstraße

Quelle: Augsburger Allgemeine, 11.10.2020

24 Stunden wollen die jungen Aktivisten an einer Linde in der Fuggerstraße ausharren. Mit Plakaten machen sie auf ihre Anliegen aufmerksam. Was dahinter steckt.

Nur kurz hängen zwei Klimaaktivisten am späten Samstagabend in der Baumkrone der Linde neben dem alten Justizgebäude in der Fuggerstraße. Sie und ihre Mitstreiter halten für ein Foto die selbstbemalten Plakate in die Höhe. Dann lassen sie sich an den Seilen wieder herunter und bleiben auf dem Boden. Aktivisten des Klimacamps haben den Baum für 24 Stunden besetzt. Anlass dieser Aktion war die mögliche Fällung einer alten Trauerweide am Kaufbach. Wie berichtet, kämpft dort die 77 Jahre alte Renate Demmelmair gemeinsam mit weiteren Anwohnern um den Erhalt des großen Baumes. Weiterlesen in der Augsburger Allgemeine

Aus Rücksicht auf Senioren: Klimaschützer besetzen anderen Baum

Quelle: Augsburger Allgemeine, 9.10.2020

Aktivisten des Klimacamps wollen in Augsburg einen Baum besetzen. Aus Rücksicht auf Bewohner eines Seniorenheims allerdings woanders als zunächst geplant.

Aus Rücksicht auf die Bewohner eines nahe gelegenen Seniorenheims verzichten die Aktivisten des Augsburger Klimacamps auf die Besetzung eines Baumes am Kaufbach in Augsburg. Die Aktion fällt aber nicht ganz ins Wasser, sie haben einen anderen Baum ausgewählt, in dem sie symbolisch 24 Stunden lang ausharren wollen. Die Besetzung soll am Samstagabend um 21 Uhr beginnen. Weiterlesen in der Augsburger Allgemeine

Zum Glück erheben Bürger ihre Stimme

Quelle: Augsburger Allgemeine, Leserbriefe, 9.10.2020

Zum Artikel „Eine Augsburgerin kämpft um ihren Baum“ vom 6. Oktober:

Früher ging Plimm durch die Stadt (Anm. d. Red: ein Kolumnist unserer Zeitung, der augenzwinkernd die Stadt betrachtete), jetzt scheint es ein Angestellter des Tiefbauamtes auf der Suche nach einem Baum zu sein, den man eventuell fällen kann. Plötzlich besteht keine Dringlichkeit mehr und man denkt über Rückschneiden nach. Seltsam. Dank den Bürgern, die ihre Stimme erheben. Und das werden Gott sei Dank immer mehr. Klaus Mader, Königsbrunn

Abbruch Kradhalle

Quelle: Augsburgs Erbe bewahren, 8.10.2020:

Es wird anscheinend durchgezogen! Trotz Protesten, anhaltender Appelle an die Vertreter von CSU und Grünen, trotz Berichterstattung und Medieninteresse, wird nun auch dieses Gebäude, wie zuvor schon die Kantine, in Kürze Geschichte sein. Worin der Sinn besteht, dieses und andere Gebäude in der Reese-Kaserne überhaupt abzureissen, noch vor Durchführung eines teuren neuen Planungswettbewerbs fürs Areal, erschließt sich keinem normalen, vernünftigen und klar denkendem Menschen. Aber anscheinend wollten maßgebliche Leute unter allen Umständen verhindern, daß Wettbewerbsentwürfe entstehen könnten, die die Bestandsgebäude, Zeitzeugen im Stadtbild, ins neue Quartier positiv integrieren. Noch weniger erschließt es sich, daß die Stadt/AGS hier eine mehrjährige Brachfläche einer mittelfristig genutzten Immobilie vorzieht, da ein Baubeginn auf dem Areal ja frühestens in fünf Jahren sein wird. Statt der Stadtgesellschaft, ihren Bürgern und Akteuren hier zumindest für einige Jahre Optionen und Handlungsspielräume offen zuhalten, wird völlig sinnfrei bereits jetzt abgerissen. Obwohl eine prekäre Haushaltslage und ohnehin seit langem beschränkte Möglichkeiten mangels genug eigener städtischer Immobilien eigentlich zwingend erfordern würden, daß sich die Stadt hier nicht selber Chancen verbaut sondern im Gegenteil erhält!

Aber statt wirtschaftlich oder stadtgesellschaftlich vom Gebäude noch zu profitieren, hat man lieber eine Brachfläche.

Diese wunderschöne, schlichte, klare Industriearchitektur ruft nicht nur bei Architekten, Projektbüros, auswärtigen (!) Stadtplanern und Politikern Begeisterung hervor, andernorts werden solche Objekte gerne und erfolgreich umgenutzt. Unzählige Ideen für Nutzungen gingen uns zu, auch wir selber traten immer wieder mit Vorschlägen an die Koalitonspolitiker heran. Leider völlig ergebnislos, niemand von CSU oder Grünen zeigte auch nur einen Funken Interesse. Der Vorschlag, die dringende Bitte, zumindest für die nächsten Jahre das grundsolide und schadstoffbefreite Gebäude stehen zu lassen, um sinnvolle Nutzungen aus diversen Bereichen zuzulassen – Jugend, Sport, Bildung, Soziales, Kultur, start-ups, Wirtschaft, Integration, Inklusion, Innovation, Bürgerkreativität- wurde zur Gänze ignoriert.

Verantwortungsvolles Handeln sieht anders aus!