Stadtbegrünung: Nicht nur Bäume sind wichtig


Quelle: Technische Universität München, 18.5.2022

Welche Auswirkungen Bäume auf die Temperatur in der Stadt haben, untersuchten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Technischen Universität München (TUM) im Rahmen einer mehrjährigen empirischen Studie. Am Beispiel der Stadt Würzburg zeigen die Forschenden, dass ein Grünflächenanteil von rund 40 Prozent nötig ist, um im Sommer für kühlere Temperaturen zu sorgen.

Ein Forschungsteam unter Federführung der TUM hat im Rahmen einer empirischen Studie in Würzburg drei Jahre lang untersucht, welche Auswirkungen Stadtbegrünung auf das Klima in der Stadt hat. Ein Forschungsteam unter Federführung der TUM hat im Rahmen einer empirischen Studie in Würzburg drei Jahre lang untersucht, welche Auswirkungen Stadtbegrünung auf das Klima in der Stadt hat. Weiterlesen auf Technische Universität München.

Letzter Aufruf zum Fotowettbewerb


Quelle: Pressemitteilung der Baum-Allianz Augsburg, 11.11.2022

Ausstellung: GRÜN KAPUTT – Letzter Aufruf zum Fotowettbewerb

Nur noch bis zum 15. Dezember 2022 läuft die Ausschreibung des Fotowettbewerbs GRÜN K APUT T der Baum-Allianz Augsburg e.V. Die Initiatoren freuen sich auf zahlreiche Einsendungen, die z.B. den Baum-Frevel in Augsburg und Umgebung dokumentieren. Alle eingereichten Werke werden im Rahmen der Ausstellung GRÜN KAPUTT im April kommenden Jahres gezeigt. Der 1., 2. und 3. Platz des Publikumspreises ist mit insgesamt
600,00 Euro dotiert. Hier finden Sie alle Informationen zum Fotowettbewerb.

Die Ausstellung GRÜN KAPUTT war ursprünglich für 2020 geplant und musste aufgrund von Corona zweimal verschoben werden. Das betraf auch den dazugehörigen Fotowettbewerb – etliche Einsendungen hatte die Baum-Allianz Augsburg bereits erhalten. Um möglichst vielfältige Positionen zum Thema GRÜN KAPUTT zeigen zu können, wendet sich der Verein nun ein weiteres Mal an engagierte Fotografen ab 18 Jahren in und um Augsburg. Dabei bleiben alle früheren Einsendungen selbstverständlich weiterhin berücksichtigt, können aber auf Wunsch auch getauscht werden.

Bereits 1983 dokumentierte der Dokumentarfilmer und Autor Dieter Wieland eindrucksvoll die Zersiedelung und Verschandelung unserer Landschaft, unter anderem mit seiner Ausstellung „Grün kaputt – Landschaft und Gärten der Deutschen“. Um die Exponate der Ausstellung mit aktuellem Lokalkolorit zu begleiten, sucht die Baum-Allianz Augsburg nach fotografisch festgehaltenen Abholzungs- und Kahlschlagszenen unserer Tage. Sehr willkommen sind auch Arbeiten mit Vorher-Nachher-Motiven.

Bis zum 15. Dezember 2022 (Einsendeschluss) freut sich die Baum-Allianz Augsburg auf jeweils bis zu zwei Original-Abzüge im Format DIN A4 an folgende Adresse:

BAUM-ALLIANZ FOTOBÜRO
z.Hd. Martina Vodermayer
Fuggerstraße 9
im 2. O G bei TEAM-A-3 Architekten
86150 Augsburg

Die Ausstellung GRÜN KAPUTT findet vom 10. bis 23. April 2023 im Popup-Store (gegenüber Eckerle) in der Annastraße statt.

Mit dem 1., 2. und 3. Preis durch die Publikumsjury gibt es jeweils ein Preisgeld von 300.–, 200.– und 100.– Euro zu gewinnen. Detaillierte Informationen zu den Teilnahmebedingungen finden Sie hier.

Hier finden Sie unsere Pressemitteilung im PDF-Format.

Großer Publikumszuspruch beim Dokumentarfestival „Mondiale“


Quelle: DAZ, 7.11.2022

Das Film-Festival Mondiale ist beendet. In einem Artikel würdigt die DAZ das Doku-Film-Festival.

Großer Publikumszuspruch beim Dokumentarfestival „Mondiale“

Auch die Baum-Allianz Augsburg war Kooperationspartnerin des Filmfestivals und präsentierte den Film „Das geheime Leben der Bäume“ am 14.10.2022 um 19:00 Uhr im Filmsaal des Zeughauses.

 

Baumallianz fordert unabhängige Baumbegutachtung am Bahnhofsvorplatz


Quelle: Augsburger Allgemeine, 1.11.2022

Naturschützer begrüßen momentanes Einlenken der Stadt Augsburg, wollen aber wachsam bleiben. Es gehe grundsätzlich um die Frage, wie man Stadtplanung denke.

Der Verein Baumallianz begrüßt, dass die Stadt nun ein Gutachten zum Zustand der Bäume am Bahnhofsvorplatz einholen will und über eine Umplanung nachdenkt, fordert dafür aber die Beauftragung eines unabhängigen vereidigten Baumsachverständigen. Die bisherigen Begehungen der Baumallianz mit Experten hätten – anders als es die Stadt sieht – keine größeren Schäden an Bäumen erkennen lassen, so Vorsitzende Susanne Altmann. Vor diesem Hintergrund sei die zunächst von der Stadt geplante Komplettrodung nicht nachvollziehbar. Weiterlesen auf Augsburger Allgemeine (PLUS +, kostenpflichtig)

Unsere PM vom 26.10.2022 im Wortlaut: Unser Anliegen war es von Anfang an, die Öffentlichkeit darauf hinzuweisen, dass die ursprünglich geplante Fällung aller Bäume am Bahnhofsvorplatz dringend überdacht werden muss. Dies ist uns mit unserer Öffentlichkeitsarbeit – erste Hinweise gaben wir im Februar 2022 – offensichtlich gelungen. Nach Absetzung der Beschlussvorlage BSV/22/07884 Ende Juli hat die Stadt Augsburg inzwischen das Thema aufgenommen und eine entsprechende Presseerklärung veröffentlicht.

Dieser PM der Stadt ist zu entnehmen, dass u.a. eine erneute Prüfung des Baumbestandes erfolgen soll. Allein der Hinweis von Baureferent Merkle: „…daraus (hochfrequentierte Verkehrsfläche) kann man keinen Stadtpark machen“ lässt uns befürchten, dass eine, wie umfangreich auch immer geartete Fällung der Bäume, noch nicht vom Tisch ist. Wir warten jetzt ab, was hiervon in entsprechende Beschlüsse einfließen wird.

Nach wie vor wird sowohl vom Baureferenten als auch vom Umweltreferenten darauf hingewiesen, dass bestehende Bäume nur zu einem Teil „erhaltungswürdig“ sind, da „viele krank oder unterstämmig“ seien. Unsere bisherigen Begehungen mit Experten können dies nicht bestätigen, von daher begrüßen wir es, dass in einem jetzt anstehenden Schritt ein (erstes) Baum-Gutachten beauftragt werden soll. Wir fordern aber hierzu, dass es zwingend von einem unabhängigen vereidigten Baumsachverständigen außerhalb der Verwaltung durchgeführt wird.

Nachdem die Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes, laut Aussagen der Stadt, frühestens Mitte 2028 beginnen soll und somit eine übereilte Fällung im Moment nicht ansteht, sollte diese Zeit von allen Beteiligten genutzt werden, sich eingehender mit der Planung auseinander zu setzen. Die Baum-Allianz wird sehr genau hinsehen, ob u.a. das angekündigte Gutachten wirklich von unabhängiger Stelle durchgeführt wird, und wie sich der weitere Prozess der Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes auf den bestehenden Baumbestand auswirken wird.

Da wir erreicht haben, dass das Thema erneut in die öffentliche Diskussion gelangt ist und eine Fällung erst einmal verhindert werden konnte, sagten wir die ursprünglich geplante Kundgebung (keine Demo) wieder ab. Diese war von uns vor Veröffentlichung der Stadt-PM geplant worden und hätte nun keinen stichhaltigen Bezug mehr gehabt. Je nachdem, wie die Umplanung fortgeführt wird, werden wir zu gegebener Zeit sicherlich weitere Aktionen andenken, über die wir rechtzeitig informieren.

Es ist uns wichtig, die Verantwortlichen, aber auch die Augsburger Bürger zum Nachdenken zu bewegen, wie wir denn heute, wo sich der Klimawandel ja bereits überdeutlich zeigt, mit einer Planung umgehen wollen, die völlig aus der Zeit gefallen ist. Eine Asphalt- und Granitpflaster-Wüste mit kleinen, in winzigen Betonkorsagen nachgepflanzten Bäumchen, die nach drei Jahren Pflegezeit aller Voraussicht nach eingehen werden, kann nicht städteplanerisches Ziel sein. Hierfür ca. 40 Bestandsbäume, die gerade mal 52 Jahre alt sind, zu fällen, obwohl sie uns schon heute – und nicht erst in Jahrzehnten – Schatten, Kühlung, CO2-Aufnahme, Sauerstoff-Abgabe und Aufenthaltsqualität spenden, ist völlig absurd! Eine seelenlose Granitwüste mit vereinzelten „Micker-Bäumchen“, ohne jegliche Aufenthaltsqualität, ist ja bereits z.B. im südlichen Teil des neuen Bahnhofsvorplatzes traurige Realität vor kurzem geworden und darf in keinem Fall als Vorlage für den Bahnhofsvorplatz dienen.

„Finstere Zeiten für unsere Bäume?“


Quelle: Neue Sonntagspresse Augsburg, 30.10.2022, ein Essay von D.E. Desiree

Der Augsburger Dichter Bert Brecht hat in seinem Gedicht an die Nachgeborenen das Gespräch über Bäume wohl als Banalität gesehen, als ein Ablenken von den wichtigeren Gesprächen über Untaten. Leider besteht die Untat in Augsburg aber inzwischen im Umgang mit unserem Stadtgrün selbst. Aktuell geht es um die prächtigen Platanen auf dem Bahnhofsplatz.

Nach Jahren müssen sich die Bürger wieder einmal schützend vor unsere Alleebäume stellen. Gegen die Planungen der Verwaltung. Leider vergessen scheinen die Ereignisse der 70er Jahre, als Stadtbaurat Dr. Thomas Hollatz unbedingt eine sechsspurige Gögginger Straße bauen wollte, die sein Tiefbauamt geplant hatte. Als es zu Protesten kam, ließ er frühmorgens dort alle Linden fällen. Damit sollte es dem Stadtrat am Nachmittag problemlos möglich werden, den überdimensionierten Umbau abzusegnen. Weiterlesen auf Neue Sonntagspresse auf Seite 3.