Die Ausbeutung der Urwälder: Kann ein Öko-Siegel die Forstindustrie stoppen?

Quelle: Arte.tv, 16.10.2018, Video: 98 Min., Verfügbar von 16/10/2018 bis 22/10/2018, Live verfügbar: ja, Nächste Ausstrahlung am Mittwoch, 24. Oktober um 09:25

Urwälder verschwinden immer schneller: Um das Abholzen aufzuhalten, wurde vor 25 Jahren das Ökosiegel FSC gegründet. Es bescheinigt, dass Papier, Möbel und andere Produkte aus „umweltgerecht“ gefälltem Holz hergestellt wurden. Doch verkehrt sich das gut gemeinte FSC-System womöglich ins Gegenteil, indem illegale Waldrodung nicht verhindert und der Verbraucher getäuscht wird?

Der kambodschanische Urwald wurde seit dem Jahr 2000 bis auf 25 Quadratkilometer völlig abgeholzt. Die anhaltende Abholzung der Erde ist für mehr CO2 Emissionen verantwortlich als alle Autos und Lastwagen. Weiter informieren auf Arte.tv

Herrenbach: Protest gegen neue Baumfällungen

Quelle: Augsburger Allgemeine, Eva-Maria Knab, 18.10.2018

Streitfall: Baumallianz kritisiert fehlende Transparenz bei Bürgerinformation und fordert ein Umdenken der Stadt. Stadtsprecher Richard Goerlich wirft der Initiative „Stimmungsmache“ vor

Umweltreferent Reiner Erben wird am kommenden Montag das neue Gutachten zu den umstrittenen Baumfällungen am Herrenbach vorstellen. Im Vorfeld gibt es massive Kritik der Baumallianz Augsburg. „Wir sind rigoros dagegen, dass noch weitere vitale Bäume am Kanal gefällt werden“, so Sprecher Bruno Marcon. Aus seiner Sicht fehlt für weitere Fällungen die fachliche Grundlage. Die Initiative wirft der Stadt auch vor, Bürger weiterhin nicht transparent zu informieren. Weiterlesen in der Augsburger Allgemeine

„Sind 27 Bäume nicht genug?“

Pressemitteilung der Baum-Allianz Augsburg, 17.10.2018

Laut einem Artikel der AZ vom 9.10. „Baumfällungen am Herrenbach – Fledermäuse müssen umziehen“ werden „Maßnahmen“ und weitere Fällungen angekündigt.

Neben dieser Ankündigung von Fällungen wird deutlich, dass obwohl das Gutachten entgegen der Aussage des Umweltreferenten Erben definitiv erst am 22.10. vorläge und den Bürgern sofort präsentiert werde, dies bereits jetzt schon der Fall ist. Damit werden die Bürger getäuscht und die vielbeschworene Transparenz in der Praxis erneut ausgehebelt.

Wir stellen uns zudem die Frage: Warum ist dieses neuerliche Gutachten überhaupt notwendig? Denn es liegt bereits ein aussagegekräftiges und detailliertes Gutachten vor, das von der Stadt im Frühjahr in Auftrag gegeben worden war. In der „fachlichen Stellungnahme“ des Agrarfachwirtes Seidl wird als Gutachterauftrag festgestellt: „Die Vorgaben des Wasserwirtschaftsamtes Donauwörth werden dabei berücksichtigt: „(…) Bäume und Sträucher sollen einschließlich Wurzelwerk auf und neben den Uferwänden (auf 1-Meter- Bereich) aus technischer Sicht entfernt werden. Dennoch ist ein Abwägungsprozess nötig, was als erhaltenswert angesehen wird. (…)“ (Auszug aus dem Protokoll über die Begehung vom 27.10.2011).

Die Vorgaben des Wasserwirtschaftsamtes und die daraus folgenden Einschätzungen des Gutachters wurden bei den letzten Fällaktionen im Mai 2018 nahezu vollständig umgesetzt. Warum wurde nun von Herrn Erben das neuerliche Gutachten in Auftrag gegeben, das auf weitere Fällungen hinausläuft. Sind 27 Bäume noch nicht genug? Wir sind nach wie vor der Meinung, dass kein vitaler Baum hätte gefällt werden müssen. Mit der falschen Behaubtung, dass „Gefahr in Verzug“ sei, wurden in einer Hau-Ruck-Aktion die Fällungen erzwungen. Nach einer schriftlichen Bewertung der Münchner Anwaltskanzlei Labbé und Partner hat für diese Aktion die Rechtsgrundlage gefehlt.

Wir treten als Baum-Allianz Augsburg für einen nachhaltigen Schutz der Bürger vor Gefahren von Hochwassern ein. Aktuelle Informationen von Bürgern, dass durch die Eingriffe der Verwaltung Schaden an der Uferwand des Herrenbachs aufgetreten sind, haben wir mit großer Sorge aufgenommen. Wenn sich jetzt herausstellen sollte, dass die Einbuchtungen an den Ufern des Herrenbachs schon in der Vergangenheit entstanden sind, sind wir sehr erleichtert. Nichts desto weniger stellen wir die Frage, warum dieser Schaden nicht schon in der Vergangenheit beseitigt wurde. Um weitere Gefährdungslagen auszuschließen fordern wir von der Stadtverwaltung umfassende Prüfungs- und Wartungsarbeiten:

  • Ertüchtigung der Kanal-Schütze auf den neuesten technischen Stand
  • Regulierungsplan für Lech, Hochablass, Herrenbach, Kaufbach und andere betroffene Kanäle für unvorhersehbare Ereignisse (Überschwemmungen)
  • Vollständige Sanierung der Bachrinne und Beseitigung vorhandener Schäden

Damit könnte sichergestellt werden, dass der Herrenbach im Schadensfall innerhalb kürzester Zeit in enger Kombination mit dem Herunterregulieren der Wassermenge des Herrenbachs vom Hochablass aus abgesperrt werden kann.

Doch die Verantwortlichen der Stadtverwaltung folgen bisher allein der Linie von rigorosen Baumfällungen. Mögliche Alternativen werden nicht berücksichtigt. Deshalb stellt sich die Frage, was das eigentliche Motiv der Baumfällungen ist.

Die Baumpfleger des Bund Naturschutz kommen zur identischen Einschätzung wie die Baum-Allianz Augsburg: „Aussagen städtischer Vertreter zur Notwendigkeit weiterer Fällungen (sind) fachlich nicht untermauert“.

Hier finden Sie unsere Pressemitteilung als PDF-Datei

Bürger sorgen sich um Uferwand am Herrenbach

Quelle: Augsburger Allgemeine, Eva Maria Knab, 16.10.2018

Streitfall: Die Baumallianz entdeckt eine Ausbuchtung im Damm. Sie vermutet die Ursache in einer Verfüllung nach der Baumfällung. Das Tiefbauamt gibt Entwarnung. Warum diese Stelle aber beobachtet wird

Zunächst klang es nach einer alarmierenden Nachricht: Mitglieder der „Baumallianz Augsburg“ entdeckten nach den umstrittenen Baumfällungen am Herrenbachkanal kürzlich eine Ausbuchtung in der Uferwand. Weiterlesen in der Augsburger Allgemeine

Herrenbach Uferwand bricht ein – Überschwemmungsgefahr sofort beseitigen!

Pressemitteilung

Im Mai 2018 ließ die Stadt Augsburg 27 vitale große alte Bäume fällen, die direkt am Betonrand des Herrenbachkanals standen. Der Grund für diese Rodung, die von überrumpelten, entsetzten ­Bürgern mit heftigem Protest im Mai und Juni begleitet wurde, war, dass die Bäume angeblich eine Gefahr für das Stadtviertel darstellen, da sie im Falle eines Baumsturzes die Betonrinne des ­Kanals beschädigen und dann eine Überschwemmung hervorrufen könnten. Im Oktober 2018 wurden deren Wurzelstöcke entfernt und die so entstandenen Löcher mit einem Lehm/Kies-Gemisch ­aufgefüllt.

Heute war zu sehen, dass eine Uferwand des Kanals nun zu brechen droht und bisher ca. 10 cm in den Wasserfluss geschoben wurde, siehe hierzu das Bild in der Anlage. Und zwar genau an einer Stelle, an der vorher einer der alten Bäume gestanden hatte (in Sichtweite von der Heinebrücke Richtung Norden auf der linken Seite). Offenbar drückt das Lehm/Kies-Gemisch gegen die Wand und macht sie damit instabil. Der Baum, der seit Jahrzehnten an dieser Stelle gestanden hatte, ­vermochte dies nicht. Er hatte offenbar mit seinem Wurzeln die Betonrinne gesichert.

Allein schon dieser Umstand zeigt auf, dass die bisherige Argumentation der Verantwortlichen ­hinsichtlich der Beschädigung des Kanals durch umfallende Bäume und der damit verbundenen Überschwemmungsgefahr jetzt erst recht in Frage gestellt werden muss.

Durch das Brechen der Uferwand entsteht für die Bürger des Stadtteil Herrenbachs eine ­unmittelbare Gefahrenlage. Die Baumallianz fordert sofortiges Handeln zum Schutz der Bürger ­unseres Stadtteils, um den entstandenen Schaden zu beheben und die drohende Gefahr zu ­beseitigen.

Außerdem fordern wir die Stadtverwaltung, insbesondere Herrn Gribl und Herrn Erben auf, ihr fahrlässiges Handeln sofort zu stoppen und keine weiteren Fällungen zu veranlassen.

Hier finden Sie unsere Pressemitteilung als PDF-Datei