Die Rotbuche


Wissenswertes über die Buche

Deutschland ist Rotbuchenland. Ohne die eingreifende Forstwirtschaft hätte die Buche die meisten Waldstandorte für sich eingenommen, da sie sehr schattenverträglich ist und gut unter anderen Baumarten gedeiht. Die Menschen leben seit Jahrhunderten mit und von der Buche, die ihnen Holz, Futter- und Einstreu für die Tierhaltung und Nahrung lieferte.

Besonders schön, aber auch selten geworden sind freistehende, sogenannte Solitärbuchen wie jene in der Hochfeldstraße 15 in Augsburg. In dieser Broschüre möchten wir Ihnen eine kleine Auswahl der vielen interessanten und nützlichen Eigenschaften dieses großartigen Baumes vorstellen.

Der Baum als Klimaanlage und Lufterneuerer

Stellen Sie sich einen 100 Jahre alten Baum vor, etwa 20 Meter hoch, mit 12 Metern Kronendurchmesser und einer Standfläche von ca. 120 Quadratmetern. Dieser Baum hat etwa 600.000 Blätter, was seine Standfläche auf etwa 1.200 Quadratmeter Blattfläche verzehnfacht. Lesen Sie weiter in unserer 12seitigen farbigen Infobroschüre im PDF-Format (4 MB).

Landesamt stellt umkämpfte Villa unter Denkmalschutz


Quelle: Augsburger Allgemeine, Eva Maria Knab, 26.3.2021

Der Eigentümer hat Pläne, das historische Gebäude an der Perzheimstraße in Augsburg abzubrechen. Doch jetzt werden die Karten neu gemischt.

Das Landesamt für Denkmalpflege hat die „rote Villa“ im Augsburger Thelottviertel als Baudenkmal ausgewiesen – und damit vorerst quasi in letzter Minute die Abrisspläne für das historische Gebäude an der Perzheimstraße 36 gestoppt. Wie Pressesprecherin Birgit Neuhäuser am Donnerstag auf Anfrage mitteilte, wurde die Villa als Einzeldenkmal in die bayerische Denkmalliste eingetragen. Damit steht das Bauwerk nun unter einem besonderem Schutz. Weiterlesen in der Augsburger Allgemeine

Werden umkämpfte Villen zu Denkmälern?


Quelle: Augsburger Allgemeine, Eva Maria Knab, 24.3.2021

Bürger kämpfen mit Unterschriften und Petitionen um den Schutz von zwei historischen Bauten. Die Eigentümer halten sich bedeckt über ihre weiteren Pläne. Denkmalpfleger prüfen die Gebäude erneut

Das Ringen um den Erhalt von zwei historischen Villen im Bismarckviertel und Thelottviertel in Augsburg geht in die nächste Runde. Mehrere Bürger haben Petitionen an den Landtag ins Rollen gebracht mit dem Ziel, die beiden Altbauten in der Perzheimstraße 36 und in der Hochfeldstraße 15, die vom Abbruch bedroht sind, quasi in letzter Minute doch noch unter Denkmalschutz zu stellen. Das Landesamt für Denkmalpflege ist eingeschaltet. Dort ist nun eine erneute Überprüfung der Gebäude angelaufen.

Die Abrisspläne der jeweiligen Villeneigentümer waren vor einigen Wochen öffentlich bekannt geworden. Beide Gebäude stehen bislang nicht unter Denkmal- oder Ensembleschutz. Beide sollen Neubauten weichen. Zwar hat der Stadtrat vergangene Woche im Bismarckviertel aus städtebaulichen Gründen die Notbremse gezogen: Einstimmig wurde eine neue Erhaltungssatzung verabschiedet. Damit ist der Abbruch, der Neubau und die Umnutzung von Gebäuden im südlichen Teil des Bismarckviertels rund um Hochfeld-/Lessing-/Neidhartstraße nicht mehr ohne Weiteres möglich. Allerdings ist noch nicht bekannt, ob der betroffene Eigentümer in der Hochfeldstraße gegen die Erhaltungssatzung klagen wird. Für die ebenfalls bedrohte „rote Villa“ im Thelottviertel gibt es bislang praktisch keinerlei Schutz vor Abbruch. Weiterlesen in der Augsburger Allgemeine

Erhaltungssatzung im Bereich der erweiterten Lessingstraße


Quelle: Initiative Bismarckviertel, Presseinformation, 23.03.2021

Pressemitteilung: Erhaltungssatzung im Bereich der erweiterten Lessingstraße

Die zügige und einstimmige Entscheidung in der Stadtratssitzung für eine Erhaltungssatzung im Bereich der erweiterten Lessingstraße begrüßen wir ausdrücklich. Außerdem die rasche Bearbeitung eines Teils unseres Anliegens auch von Seiten der Verwaltung. Lobend herauszustellen ist, dass das Baureferat in so kurzer Zeit einen abstimmungsfähigen Erhaltungssatzungsentwurf vorlegen konnte. Auch begrüßen wir die gemachten Aussagen weitere Teile des Bismarckviertels, als auch darüber hinaus, mit Erhaltungssatzungen unter Bestandsschutz zu stellen. Eine baldige nachhaltige Umsetzung ist für uns mehr als wünschenswert.

Zur Initiative Bismarckviertel: Ausgehend von einem offenen Brief (23.02.2021) der Anwohner und Gewerbetreibenden hat sich im Zuge der OpenPetition für Erhaltungssatzungen in der Stadt Augsburg die Initiative Bismarckviertel zusammengefunden mit dem Ziel sich sowohl für den Erhalt der Diesel-Villa, als auch darüber hinaus für eine nachhaltige Stadtentwicklung auf Grundlage der bisher ungeschützten Bestandbauten einzusetzen (28.02.2021). Die verantwortlichen Namen sind auf der Seite von OpenPetition angegeben und entsprechen teilweise den Beteiligten des offenen Briefes. Stand der Petition am 23.03.2021: 3.240 Unterstützende davon 2.538 in Augsburg 100% von 2.300 für Quorum.

Von den Entscheidungen und Aussagen der Verantwortlichen haben wir als Initiative bisher vorrangig durch die Presse erfahren. Für unsere gestellten Anfragen vom 10.03. und vom 15.03. an die Fraktionen, der Stadtregierung sowie der Verwaltung erwarten wir noch weitere schriftliche Stellungnahmen zu den Fragen bezüglich der beiden Villen, sowie zu Visionen in Bezug auf die Stadtentwicklung. Aus unserer Sicht wünschenswert wäre eine transparentere und aktivere Kommunikation von Seiten der Stadtverwaltung und des Stadtrats.

Da ca. 99 % des Baubestandes in der Stadt Augsburg keinen Denkmalschutz hat, setzen wir uns dafür ein, dass weitere Teile durch Erhaltungssatzungen geschützt und weiterentwickelt werden. Wir hatten diesbezüglich auch die Frage nach einer nachhaltigen Stadtvision unter ökologisch, ökonomisch und sozialen Gesichtspunkten gestellt.

Welche Verantwortung kommt der für „die Förderung von Kunst und Kultur, des Umwelt-, Landschafts- und Denkmalschutzes, sowie die Erhaltung Alt-Augsburger Kulturdenkmale“ (zitiert aus der Stiftungssatzung) beauftragten Arno Buchegger Stiftung zu, wenn sie sich bisher auffallend leidenschaftslos für den Erhalt der Direktoren-Villa in der Perzheimstr. 36 ausgesprochen hat? Was bringt eine Denkmalprüfung, die vom jetzigen Ist-Zustand ausgeht? Nachbarn bestätigen den hervorragenden und originalen Zustand der Direktoren-Villa Innen und Außen sowie des Gartens vor dem Verkauf durch Zwangsversteigerung 2009. Die Entfernung des beeindruckenden Baum- und Heckenbestands im Garten sowie der Beschnitt der dortigen Rotbuche über die letzten Jahre bis zur jetzigen desolaten Situation, lassen für die Innenräume ähnliches befürchten.

Zusätzlich bleibt die Situation der Direktoren-Villa (erbaut 1911 von Sebastian Buchegger) in der Perzheimstr. 36 sowohl im Stadtrat, als auch in den Medien seit Anfang letzter Woche unerwähnt.

Wir erwarten weiterhin Antworten auf folgende Fragen:

  1. Welche Auswirkung hat die Erhaltungssatzung für den um drei halbe Straßen erweiterten Bereich Lessingstraße für den dort schon bestehenden Ensembleschutz?
  2. Welche weiteren Schritte können einen Erhalt der Villa und der Rotbuche in der Hochfeldstr. 15 sichern?
  3. Welche Entwicklungspläne liegen für die Villa und das Grundstück Perzheimstr. 36 vor?

Mit vielen Grüßen von der Initiative Bismarckviertel
i.A. Levin Dehaen, Daniela Fuchs, Daniel Karrasch, Dr. Sebastian Schlömer, Lisa Thaler

Satzung über die Festlegung des Erhaltungsgebietes Nr. 1 „Beidseits der Lessingstraße“


Quelle: Amtsblatt der Stadt Augsburg, 22.3.2021

Satzung über die Festlegung des Erhaltungsgebietes Nr. 1 „Beidseits der Lessingstraße“ – Inkrafttreten gemäß § 172 Abs. 1 Satz 3 Baugesetzbuch (BauGB) –

Der Stadtrat der Stadt Augsburg hat am 19.03.2021 beschlossen:

  1. Für den Bereich zwischen der Hochfeldstraße im Westen, der Alpenstraße im Süden, der Haunstetter Straße im Osten und der
    Neidhartstraße bzw. dem Flurstück Nr. 5230/91 (Gemarkung Augsburg) im Norden, wird die Erhaltungssatzung Nr 1 „Beidseits
    der Lessingstraße“ beschlossen. Der konkrete räumliche Geltungsbereich des festgelegten Gebiets ergibt sich aus dem Lageplan vom 12.03.2021, der Bestandteil der Satzung ist.
  2. Die in 1. genannte Satzung soll gemäß § 172 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 BauGB der Erhaltung der städtebaulichen Eigenart des
    beschriebenen Gebiets aufgrund seiner städtebaulichen Gestalt dienen.
  3. Die Verwaltung wird beauftragt, das weitere Verfahren nach den Bestimmungen des BauGB durchzuführen, insbesondere die
    Erhaltungssatzung zügig in Kraft zu setzen.

Mit dieser Bekanntmachung tritt die Erhaltungssatzung und damit eine Genehmigungspflicht für die Errichtung, den Rückbau, die
Änderung und die Nutzungsänderung von baulichen Anlagen in Kraft.

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