Bürger sollten zu Eigeninitiative ermutigt werden!

Quelle: Leserzuschrift zum AZ-Artikel „Sollten Augsburger das städtische Grün gießen?“, 1.7.2019

Bürger sollten zu Eigeninitiative ermutigt werden!

Stadtbäume leiden global seit Jahrzehnten an Trockenheit und fehlendem Humus. Trockenheit entsteht durch Bodenversiegelung im Wurzelbereich und aufgrund der weltweiten Klimaerwärmung. A01ußerdem können Humusböden wesentlich mehr Wasser aufnehmen als verdichtete Böden. Nach langjähriger Erfahrung stelle ich fest, dass sich die meisten Alleebäume mit einer zusätzlichen Wassergabe von ca. 10 bis 20 Liter pro Woche von Trockenheitsschäden mittelfristig erholen könnten.

Im Kreis Lindau werden hierfür Jungbäume z.B. mit Wassersäcken ausgestattet, aus welchen im Stammbereich ca. 2 Liter Wasser pro Tag abtropfen. Sinnvoll wäre jedoch, wenn Bürger hierfür Regenwasser verwenden könnten, um langfristig den Trinkwasserverbrauch zu minimieren. Außerdem halten Rindenmulchscheiben Baumwurzeln langfristig feucht und Bodenverbesserung fördert zusätzlich ein gesundes Wachstum der Bäume. Zuviel wässern hingegen, schädigt langfristig die Böden wegen Ausspülung der Nährstoffe.

Die Bürgerinitiative zum Schutz der Bäume könnte daher durch praktische Initiativen Bürger am Natur- und Klimaschutz beteiligen. Norbert Joh. Seb. Mayr, Stadtbergen