„Gärten des Grauens“

Quelle: Augsburger Allgemeine, 17.3.2020

„Gärten des Grauens“: Erlangen verbietet geschotterte Steingärten

Steine, Kies, Beton statt Blumen, Bäume, Sträucher – gerade in Neubaugebieten ist dieser Trend oft zu beobachten. In ganz Bayern. Doch die Stadt Erlangen will sich mit dieser Entwicklung nicht mehr abfinden und beschloss als Vorreiter in Bayern, den im Internet oft als „Gärten des Grauens“ bezeichneten Anlagen mittels Verordnung den Kampf anzusagen. Insbesondere geschotterte Steingärten sind in Erlangen nicht mehr zulässig. Weiterlesen in der Augsburger Allgemeine

„Es ist ein Skandal!“

Quelle: Gärtnerhaus im Park, 16.3.2020

Unglaublich, was hier gerade geschieht.

Vorigen Dienstag erhielt der Stadtrat Hr. Wagner, Aufsichtsratmitglied der AGS, von Geschäftsführer Dr. Hoppe die Auskunft, daß diesem keinerlei Termin für Beginn der Abbrucharbeiten in der Reesekaserne bekannt seien. Hr. Wagner hatte sich auf unsere Bitte hin um Informationen bezgl. drohender Abrisse bemüht und hierzu den Geschäftsführer der Wohnbaugruppe am Dienstag telefonisch kontaktiert, um etwas über möglicherweise zeitnah anstehende Termine zu erfahren. Weiterlesen auf Gärtnerhaus im Park

Am Reese-Gelände anders planen

Quelle: Augsburger Allgemeine, 14.3.2020

Der Bund Naturschutz in Augsburg fordert die Stadt auf, nicht noch kurz vor der Bildung einer neuen Stadtregierung irreversible Fakten zu schaffen und die Abbruch- und Fällarbeiten im Bereich der Reese-Kaserne auszusetzen, bis die zukünftige Bebauung und Nutzung geklärt ist.

Der über zehn Jahre alte Bebauungsplan entspreche nicht mehr heutigen Zielsetzungen und sollte geöffnet und überarbeitet werden, fordert Christine Kamm. Hierbei sollte auch die Öffentlichkeit einbezogen werden. Der Plan müsse deutlich grüner und sozialer werden. Durch höhere Geschoßflächen könne Versiegelung reduziert werden. Auch wären neue Nutzungen wie durch Bildungseinrichtungen oder Baugemeinschaften denkbar und müssen geprüft werden.

Aktuell sei der allergrößte Teil der über 80-jährigen Bäume nicht zum Erhalt vorgesehen, was den klima- und umweltpolitischen Zielsetzungen diametral entgegen stehe, so Kamm. Die Abbrucharbeiten und Baumfällarbeiten sollten daher erst durchgeführt werden, nachdem in einem Wettbewerbsverfahren der jetzige Bebauungsplan überarbeitet und neu gefasst worden ist. Dadurch ergäbe sich auch die Chance einer interessanten Gestaltung durch Mischung von Neubebauung mit gewachsenen Strukturen, die auch einen Blick auf die Geschichte des Areals zulässt und vor allem ein größerer Teil des wertvollen Baumbestands erhalten könnte.

Fraglich ist aus Sicht der Naturschützer auch, ob alle schadstoffbelasteten Gebäude komplett abgerissen werden müssen. Da schadstoffbelastete Gebäude nicht mit der Abrissbirne abgebrochen werden können, sondern alle belasteten Bauteile in aufwendigen Trennverfahren ausgebaut werden müssen, bevor die Tragstruktur demontiert wird, stelle sich die Frage, ob nicht auch das eine oder andere Gebäude erhalten werden kann, wenn tragende Beton- und Mauerwerkkonstruktionen nach der Schadstoffsanierung erhalten werden können. (eva)

Ausstellung GRÜN KAPUTT ist abgesagt

Wir bedauern Ihnen mitteilen zu müssen, dass wir als Präventivmaßnahme gegen die Ausbreitung des Coronavirus, entschlossen haben, unsere Ausstellung „GRÜN KAPUTT“ abzusagen. Die Ausstellung wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt, zu der wir Sie rechtzeitig informieren werden.

Wir bitten Sie um Verständnis für diese Maßnahme.

Bleiben Sie gesund!

Ihre Baum-Allianz Augsburg

Rettet die Reese / Save Reese!

Initiative „Augsburgs Erbe bewahren“ startet online petition

Die Initiative „Augsburgs Erbe bewahren“, die sich für den Erhalt von Augsburgs historischem Bestand einsetzt und zwar den Bestand, der nicht unter Denkmalschutz steht, aber dennoch wichtiger, erinnerungswerter Teil unserer Stadt ist. An vielen Stellen verlieren wir seit langem, leider auch weiterhin, Gebäude, Plätze, Parks, Straßenzüge, Areale, die einen besonderen Charme, Erinnerungswert, Atmosphäre haben und die unser Stadtbild prägen und gestalten. Für den sensiblen Umgang mit diesen Orten setzt sich die Initiative seit einigen Jahren ein.

Aktuell kämpft sie um den Erhalt des letzten Bauensembles von der ehemaligen amerikanischen Kaserne Reese in Kriegshaber. Bauzeitlich aus den 30er Jahren, 50 Jahre von den amerikanischen Militärs genutzt, aber auch mit zivilen Funktionen und sogar einer Universität auf dem Gelände. Später dann das berühmte Kulturpark West Areal.

Statt die wenigen, bewegte Geschichte erinnernde, Gebäude am historischen Exerzier-und Appellplatz zu bewahren, sie zu sanieren und mit neuen Funktionen umzunutzen, sollen sie in Kürze abgerissen werden. Damit werden dann auch viele alte Bäume für immer verschwinden.

Hier können Sie weitere Informationen einsehen und die online petition unterstützen