Das wäre Baumfrevel

Quelle: Augsburger Allgemeine, Leserbriefe, 27.3.2018

Jetzt will die Stadt Augsburg die wohl letzte verbliebene mit schönen Bäumen gesäumte Kanallandschaft am Herrenbach mit einer brachialen Abholzung von bis zu 90 alten Laubbäumen verschandeln. Das wäre Baumfrevel!

Viele Fußgänger, Radfahrer und Kanalschwimmer halten sich gerne am westlichen Herrenbach mit seinen herrlich schattenspendenden Laubbäumen an heißen Hochsommertagen auf und genießen diese grüne Idylle inmitten der Großstadt. Jahrzehntelang ist meines Wissens nie ein Uferbaum, auch nicht durch Sturmeinwirkung, in den Herrenbach gefallen.

Die Stadt beschwört nun ein übertriebenes Horrorszenario herauf und warnt die Anwohner vor möglichen Überschwemmungsschäden durch umstürzende und somit das Kanalwasser aufstauende Bäume. Das Risiko, wenn auch minimal, besteht natürlich. Ob es aber die Vernichtung von so vielen, teilweise wertvollen Bäumen rechtfertigt, ist mehr als fraglich!

Bevor hier die Sägen angesetzt werden, muss jeder einzelne Baum auf seinen Zustand und seine Standfestigkeit geprüft werden. Außerdem haben die anliegenden Bewohner des Herrenbaches und die Pächter und Besucher der Kleingartenanlage Herrenbach sicher noch ein Wörtchen mitzureden. Eine Info-Veranstaltung der Stadt ist angeblich vorgesehen. Bernd Seßler, Augsburg

Stadt will ab Dienstag am Herrenbach fällen

Quelle: Augsburger Allgemeine, Stefan Krog, 16.3.2018

Anwohner gehen auf die Barrikaden, doch die Verwaltung verweist auf die Hochwassergefahr durch die zu nahe am Ufer stehenden Bäume. Obwohl das Wetter sehr gut wird, ist das Baden im Eiskanal nun verboten

Die Stadt will ab kommenden Dienstag mit den Baumfällungen am Herrenbach beginnen. Im ersten Schritt gehe es um 34 Bäume, die durch Windwurf als besonders gefährdet gelten, so die Stadt. Im Herbst sollen dann weitere 44 Bäume gefällt werden, im Jahr darauf nochmals 18 Stück. Weiterlesen in der Augsburger Allgemeine

 

Herrenbach: Stadt warnt vor Hochwassergefahr

Quelle: Augsburger Allgemeine, Stefan Krog, 16.3.2018

Die Pläne, rund 90 Bäume am Herrenbach zwischen Friedberger und Reichenberger Straße zu fällen, stoßen im Stadtteil auf geteiltes Echo. Die Bauverwaltung sieht keine Alternative, die Rathausfraktionen sehen das kritisch

Die Stadt hält an ihren Plänen fest, entlang des Herrenbachs im Herbst rund 90 Bäume aus Gründen des Hochwasserschutzes zu fällen. Die Überlegungen hatten nach ihrem Bekanntwerden durch unsere Zeitung teilweise für Proteste im Viertel gesorgt. Weiterlesen in der Augsburger Allgemeine

 

Grüne Oase soll verschwinden

Quelle: Augsburger Allgemeine, Leserbriefe, 5.3.2018

Schon wieder sollen Erholungssuchende auf eine Oase am Wasser wie die am Herrenbach verzichten. Interessanterweise befürworten die Grünen samt Umweltreferat immer die Baumfällungen von den privaten Wasserwerken im Stadtgebiet. Ist denn die Lage so bedrohlich, wie man uns weismachen möchte, so erwarten wir eine baldige Stilllegung und grundlegende Renovierung des Kanalabschnitts. Wolfgang Magg, Augsburg

Die Bürger zweifeln an der Glaubwürdigkeit

Quelle: Augsburger Allgemeine, Leserbriefe, 3.3.2018

Die Bürger zweifeln an der Glaubwürdigkeit

Ich habe den Eindruck, dass, seit Augsburg einen grünen Umweltreferenten hat, immer mehr Bäume gefällt werden. Danke an Ihre Zeitung, dass sie immer wieder einige von diesen vielen traurigen Bei-spielen veröffentlicht. Das bestehende Regelwerk der Baumschutzverordnung, auch ohne der angedachten Verschärfung, reicht sicherlich aus, um wirkungsvoll gegen die Verantwortlichen vorgehen zu können und damit dem rasanten Baumfällen endlich Einhalt zu gewähren. Offensichtlich ist dies aber vom Umweltreferenten nicht gewollt oder ist er hierzu nicht fähig?

Seit Jahren will – aber er tut es nicht – Herr Erben zukünftige neue Anordnungen verfügen, Bußgelder verhängen, Regeln verschärfen, Ersatzpflanzungen vorschreiben, die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen, auf Aufklärung setzen, Schulungen durchführen und, und, und. Immer dieselbe Leier.

Fast schon ohnmächtig versucht er die Bürgerschaft mit Wischiwaschi-Aussagen zu trösten und bekundet regelmäßig Verständnis für den Frust der Bürger. Allerdings zweifeln die Bürger zunehmend an seiner Glaubwürdigkeit, so hat er auch sein Versprechen, das Modular-Festival 2017 letztmalig im Wittelsbacher Park stattfinden zu lassen, gebrochen. Christian Ohlenroth, Augsburg

Fällaktion noch einmal überdenken

Mit großem Entsetzen mussten wir in der Augsburger Allgemeinen lesen, dass geplant oder beschlossen ist, im Herrenbach ganze 90 Bäume entlang des Baches zu fällen. Natürlich sind wir keine wasserbauliche Fachbehörde, trotzdem sehen wir das Ganze sehr kritisch! Über Jahrzehnte ist niemandem aufgefallen, dass diese Bäume irgendein Risiko darstellen und auf einen Schlag will man einen ganzen
„Wald“ fällen.

Ich lebe seit 34 Jahren im Herrenbach und kann nicht glauben, dass man diese schöne Kulisse plötzlich zerstören will. Gibt es hier keinerlei Alternativen? Wenn eine Privatperson auch nur einen einzigen Baum fällen will, muss man sich zig Genehmigungen einholen. Hier wird jetzt nach so vielen Jahren plötzlich erkannt, dass fast 100 Bäume wachsen, die ein Überschwemmungsrisiko darstellen.

Pflanzen und auch Bäume filtern die Luft. Ständig liest man derzeit in der Presse von zu hohen Schadstoffwerten in den Innenstädten. Man diskutiert über Diesel-Fahrverbote und will hier aber einen Teil der grünen Lunge unseres Stadtviertels einfach wegsägen. Für mich als Laien klingt das alles höchst seltsam und ich würde die Stadt im Namen vieler Herrenbachviertel-Bewohner bitten, sich mit dieser Sachlage noch einmal auseinanderzusetzen. Stefanie Huber, Augsburg