Ämter-Zwist um Baumfällung am Herrenbach


Quelle: Augsburger Allgemeine, Eva Maria Knab, 9.5.2018

In der Stadtverwaltung sorgt die geplante umfangreiche Abholzaktion für Ärger. Der Oberbürgermeister ist eingeschaltet. Ein neues Gutachten zeigt Alternativen auf

Die geplante umfangreiche Baumfällung am Herrenbach zwischen der Friedberger und der Reichenberger Straße sorgt nicht nur bei Anwohnern für Kontroversen. Auch stadtintern hat der Streitfall einen Ämter-Zwist ausgelöst. Weiterlesen in der Augsburger Allgemeine

ÖDP warnt vor „Mauschelei“ beim Tennishallenprojekt


Quelle: Augsburger Allgemeine, 27.3.2018

Im Streit um umfangreiche Baumfällungen und Ersatzpflanzungen für den Neubau einer Sechsfach-Tennishalle des Tennisclubs Augsburg im Spickel meldet sich die ÖDP zu Wort. Stadtrat Christian Pettinger kritisiert Zusagen der CSU-Stadträte Peter Uhl und Bernd Kränzle an den Verein. Uhl hatte angekündigt, der TCA könne in den nächsten vier Wochen „hundertprozentig“ mit einem genehmigten Bauantrag rechnen. Kränzle hatte von immer neuen Auflagen der Stadt zum Umweltschutz und einer „Salami-Taktik“ gesprochen. Pettinger wirft den CSU-Räten wegen dieser Äußerungen eine Missachtung des Stadtrats und seiner Ausschüsse vor. Auch werde damit der Eindruck der „Mauschelei“ erweckt. Laut ÖDP sind die Auflagen für die Ersatzpflanzungen nicht neu und eine Grundvoraussetzung für die Baugenehmigung an der Ferdinand-Halbeck-Straße. Der TCA habe es bis zur letzten Umweltausschusssitzung auch versäumt, eine entsprechende Grünplanung vorzulegen. Pettinger hat deshalb eine Anfrage an die Stadtspitze gestellt. (eva)

Das wäre Baumfrevel


Quelle: Augsburger Allgemeine, Leserbriefe, 27.3.2018

Jetzt will die Stadt Augsburg die wohl letzte verbliebene mit schönen Bäumen gesäumte Kanallandschaft am Herrenbach mit einer brachialen Abholzung von bis zu 90 alten Laubbäumen verschandeln. Das wäre Baumfrevel!

Viele Fußgänger, Radfahrer und Kanalschwimmer halten sich gerne am westlichen Herrenbach mit seinen herrlich schattenspendenden Laubbäumen an heißen Hochsommertagen auf und genießen diese grüne Idylle inmitten der Großstadt. Jahrzehntelang ist meines Wissens nie ein Uferbaum, auch nicht durch Sturmeinwirkung, in den Herrenbach gefallen.

Die Stadt beschwört nun ein übertriebenes Horrorszenario herauf und warnt die Anwohner vor möglichen Überschwemmungsschäden durch umstürzende und somit das Kanalwasser aufstauende Bäume. Das Risiko, wenn auch minimal, besteht natürlich. Ob es aber die Vernichtung von so vielen, teilweise wertvollen Bäumen rechtfertigt, ist mehr als fraglich!

Bevor hier die Sägen angesetzt werden, muss jeder einzelne Baum auf seinen Zustand und seine Standfestigkeit geprüft werden. Außerdem haben die anliegenden Bewohner des Herrenbaches und die Pächter und Besucher der Kleingartenanlage Herrenbach sicher noch ein Wörtchen mitzureden. Eine Info-Veranstaltung der Stadt ist angeblich vorgesehen. Bernd Seßler, Augsburg

Erst bespuckt und dann umworben


Quelle: Augsburger Allgemeine, 21.3.2018

Auf dem Schreibtisch von Jakob Schweyer liegt ein kleiner Zettel, auf dem handschriftlich geschrieben steht: „Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen.“ Mit diesem Zitat des deutsch-schweizerischen Schriftstellers Hermann Hesse (1877-1962) motiviert sich der Vorstand des TC Augsburg immer, wenn bei den Planungen zum Bau der neuen Sechs-fach-Tennishalle des Tennisklubs Probleme auftauchen. Die gab es in den letzten vier Jahren reichlich. Weiterlesen in der Augsburger Allgemeine

Stadt will ab Dienstag am Herrenbach fällen


Quelle: Augsburger Allgemeine, Stefan Krog, 16.3.2018

Anwohner gehen auf die Barrikaden, doch die Verwaltung verweist auf die Hochwassergefahr durch die zu nahe am Ufer stehenden Bäume. Obwohl das Wetter sehr gut wird, ist das Baden im Eiskanal nun verboten

Die Stadt will ab kommenden Dienstag mit den Baumfällungen am Herrenbach beginnen. Im ersten Schritt gehe es um 34 Bäume, die durch Windwurf als besonders gefährdet gelten, so die Stadt. Im Herbst sollen dann weitere 44 Bäume gefällt werden, im Jahr darauf nochmals 18 Stück. Weiterlesen in der Augsburger Allgemeine