Stadt geht nicht auf Baum-Allianz Moratorium ein

Am 3. Dezember werden weitere 17 Bäume am Herrenbach gefällt!

Am 3. Dezember werden wieder 17 Bäume am Herrenbach gefällt. Darunter mächtige alte Silberpappeln auf der Westseite, die mit ihren riesigen prächtigen Kronen noch für ein bisschen Idylle am Herrenbach sorgen, nachdem ja alle Bäume direkt am Bach und auf der Ostseite schon im Mai gefällt wurden.

Offenbar ist die gleiche Ödnis angestrebt, die schon am Proviantbach zwischen Amagasaki-Allee und Johannes-Haag-Straße herrscht. Es sollen auf beiden Seiten des Kanals langfristig 4 Meter breite befahrbare Wege für Arbeitsfahrzeuge angelegt werden. Aufenthaltsqualität gleich null, aber Bäume zu fällen sei ja angeblich die einzige Möglichkeit, die Anwohner vor sintflutartigen Überschwemmungen an diesem durch mehrfache Schleusen geregelten Gewässer dritten Grades zu schützen.

Nach wie geht die Stadt nicht auf das von der Baum-Allianz geforderte Moratorium ein. Wir fordern, ein Konzept zu erarbeiten, wie man im Falle eines baumsturzbedingten Loches im Kanal für eine schnelle Regulierung des Wasserstroms vom Hochablass ab, sorgen könnte.

Doch dazu fehlt der Stadt offenbar der Wille.

Naturschutz: Bürger treiben die Stadt an

Quelle: Augsburger Allgemeine, Eva Maria Knab, 24.11.2018

Debatte In der Augsburger Umweltpolitik gibt es einige Erfolgsmeldungen. Im Umgang mit der Natur direkt vor der Haustüre tut sich die Stadtregierung aber oft schwer

Ein Ergebnis der Landtagswahl war, dass für viele Wähler in Bayern der Schutz von Umwelt und Natur eine wichtige Rolle spielt. Das schlug sich in den guten Wahlergebnissen für die Grünen wider. Auf Landesebene sind die Grünen aber weiterhin in der Opposition und haben nur begrenzten Einfluss auf den politischen Gestaltungsprozess. Weiterlesen in der Augsburger Allgemeine

Sommer macht den Bäumen zu schaffen

Quelle: Augsburger Allgemeine, 21.11.2018

Stadt fürchtet langfristige Schäden

Der diesjährige sehr heiße und trockene Sommer hat in Augsburg an manchen Bäumen bleibende Schäden verursacht. „Es ist logisch, dass Bäume aufgrund von Trockenheit und übermäßiger Sonneneinstrahlung schneller absterben“, so Grünamtsleiterin Annette Vedder im Umweltausschuss. Es sei davon auszugehen, dass sich manche Schäden erst in den kommenden Jahren zeigen werden. Weiterlesen in der Augsburger Allgemeine

Mitgliederversammlung

Liebe Mitglieder und Freunde der Baum-Allianz,

wir laden euch herzlich zu unserem nächsten Treffen ein. Es findet statt am Donnerstag, 29.11.18, 19 Uhr, Gasthaus zum Spickel, Hornungstr.44 (Nebenzimmer). Mehr erfahren

Hektische vorschnelle Maßnahmen

Quelle: Augsburger Allgemeine, Leserbriefe, 29.10.2018

Die Präsentation eines Gutachtens der Stadt kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass mit den Fällungen im Frühjahr vorschnelle Tatsachen geschaffen wurden. Das Gutachten ist fachlich akzeptabel. Aber, warum wurden die Bäume am Kanal nicht einfach zurückgeschnitten? Ein starker Rückschnitt, teils bis zum Stamm der Bäume hätte genügt, um Sicherheit zu gewährleisten. Die Stämme wären dann hoch wertvoll für den Naturschutz, da solche Totstämme Lebensraum für zahlreiche Tierarten bieten.

Der Vorschlag zum Umbau mit Feld- und Bergahorn, Hainbuche, Kirsche etc. ist sinnvoll, da Pappeln zu den Weichhölzern gehören, deren große Äste leicht brechen. Am Herrenbach wird Strom gewonnen, wenn die Gefahr von Überflutung gebannt werden soll, könnte auch der Wasserstand dieses Kanals generell gesenkt werden. Auf die Frage, ob es jemals ein Hochwasser gab, antwortete die Stadtvertretung mit nein. Hier wurde also meines Erachtens Panik erzeugt, um schwere Eingriffe ins städtische Grün zu rechtfertigen. Die Bewohner tun also gut daran, weiterhin für den Baumschutz zu sorgen und andere technischen Maßnahmen prüfen zu lassen. Norbert Joh. Seb. Mayr, Stadtbergen