Erstes Baumfest in Augsburg

Liebe Mitglieder der Baum-Allianz Augsburg, liebe Interessierte,

wir laden Sie herzlich ein zum ersten Baumfest in Augsburg. Es findet morgen, am 20. Dezember 2018 ab 18:30 Uhr in der Hallstraße vor dem Holbein Gymnasium statt.

Die Idee eines Baumfestes wurde im Rahmen eines Kooperationsprojektes „Owning the Future“ geboren, an dem neben dem Holbein Gymnasium auch das Maria-Theresia-Gymnasium sowie weitere Schulen aus England, den Niederlanden und Spanien teilnehmen.

Die Schüler des Holbein Gymnasiums sind von der geplanten Baumfällaktion, die mit der bevorstehenden Umgestaltung der Hallstraße einhergehen soll, sehr betroffen und wollen mit ihrer Aktion das öffentliche Bewusstsein für das Schicksal der Augsburger Stadtbäume weiter schärfen. Die Aktion ist Auftakt für eine Reihe von Baumfesten, die im Lauf des Schuljahres auch von weiteren Schulen im Stadtgebiet veranstaltet werden.

Die von den Schülern verabschiedete Präambel und das Manifest zur Aktion entnehmen finden Sie hier.

Die Baum-Allianz ist morgen am Fest mit einem Infostand vertreten. Wir freuen uns sehr, auch im Namen des Organisationsteams am Holbein Gymnasiums, wenn Sie morgen Abend in der Hallstraße vorbeischauen und den Aktiven durch Ihren Besuch entsprechende Unterstützung signalisieren.

Wenn Sie Zeit und Lust haben, unseren Infostand mit zu betreuen, würden wir uns über eine kurze Rückmeldung an info@baumallianz-augsburg.de sehr freuen.

Was für eine Bankrotterklärung

Quelle: Augsburger Allgemeine, Leserbriefe, 17.12.2018

Zum Artikel „Immer mehr Bäume in der Stadt haben Schäden“ vom 12. Dezember

Seit Jahren ist den Verantwortlichen bekannt, dass unsere Stadtbäume nicht hinreichend gepflegt wurden und werden, was man an vielen Stellen in Augsburg tagtäglich beobachten kann.

Jetzt hat das Umweltreferat und das Amt für Grünordnung endlich den Schuldigen gefunden: Der Klimawandel setzt die Bäume unter „umweltbedingten Stress“. Das entschuldigt natürlich alles, das ist höhere Gewalt, dagegen ist selbst der Umweltreferent machtlos.
Dazu kommen unter anderem noch die schwierigen Standortbedingungen, Bodenverdichtung, Spartenverlegung, Streusalz und so weiter. Allesamt Maßnahmen, über die man seit Jahr und Tag hinwegsieht, sie lediglich bejammert, sie als unvermeidbar hinnimmt, aber nicht im Traum daran denkt, dagegen vorzugehen.

Was für eine Bankrotterklärung der Stadt Augsburg. Es ist nur noch peinlich, wie die Verantwortlichen versuchen, sich davonzustehlen, und hier Argumente bedienen, die alle bisherigen jahrelangen Versäumnisse zu entschuldigen versuchen. Christian Ohlenroth, Augsburg

Die Stadt braucht mehr Grün

Quelle: Augsburger Allgemeine, Leserbriefe, 15.12.2018

Zum Artikel „Immer mehr Bäume in der Stadt haben Schäden“ vom 12. Dezember

Die Umweltstadt vernachlässigt das lebensnotwendige Grün. Es genügt nicht, wenn durch Medien die Folgen der Klima- und Umweltschäden aufgezeigt werden. Die sogenannte Umweltstadt Augsburg muss endlich dem Stadtgrün mehr Bedeutung zumessen und eine deutlich verbesserte Grünpflege der Bäume durchführen. Da es hierfür anscheinend an Personal mangelt, müssen im Grünamt (Botanischer Garten) mehr Arbeiter eingestellt werden. Den meisten Bäumen in der Stadt mangelt es an Komposterde, da der Laubkompost in den Städten entfernt werden muss. Es braucht Bodenaustausch bzw. Bodenverbesserung. Viele Bäume sind fast gänzlich eingeteert, das heißt, die für das Wurzelreich notwendige offene Baumscheibe ist viel zu klein. Hausbegrünung, die längst in den Städten gefordert wird, ist in Augsburg noch ein Fremdwort. Anstatt dessen werden unablässig Bäume gefällt, zum Teil auch gesunde, um Bauvorhaben zu fördern. Das Grünamt trägt seinen Namen wohl nur deshalb, weil es ständig „grünes Licht“ für Fällungen erteilt. Wir Bürger benötigen jedoch echtes Grün für die Lebensqualität. Norbert Mayr, Stadtbergen

Lächerlicher Betrag für Neupflanzungen

Quelle: Augsburger Allgemeine, Leserbriefe, 13.12.2018

Zum Artikel „Immer mehr Stadtbäume haben schwere Schäden“ vom 12. Dezember

Soso, nun wird endlich wieder erkannt, dass unsere Stadtbäume schwere Schäden haben, die AZ hatte bereits in einem großen Artikel am 10. Oktober 2016 darauf hingewiesen! Leider verschärft sich die Situation weiter dramatisch.

Unsere Stadtregierung ignoriert dies seit Jahren erfolgreich und lässt weiter große Fällaktionen zu. Seit Jahrzehnten wird nicht entsprechend den klimatischen Bedingungen und den Fällungen nachgepflanzt. Im Haushalt der Stadt Augsburg wird ein lächerlicher Betrag für Neupflanzungen eingestellt. Summa summarum, wir verlieren massiv wertvolles Lebens-Grün für uns alle. Die kümmerlichen Neupflanzungen darben oft dahin und gehen kaputt. Wird ein alter Baum gefällt, aus oft hanebüchenen Gründen, dauert es Jahrzehnte, bis ein gleichwertiges Lebens-Grün nachgewachsen ist.

Ich lebe seit über 40 Jahren in Augsburg und kann mich nicht erinnern, jemals vorher diesen Abholz-Wahnsinn erlebt zu haben. Unfassbar, wie unsere Stadtregierung mit unser aller Zukunft und Lebensqualität umgeht. Claudia Hoffmann, Augsburg